Hannover Triathlon (06.09.2014) – Triathlon 2.0

Am 06.09.2014 war es wieder soweit, meine zweite Triathlonherausforderung stand auf dem Programm. Am Freitag, den 05.09.2014 ging es nach Hannover. Eigentlich wollte ich bis 18 Uhr die Startunterlagen abholen (danach gibt es diese erst vor dem Wettkampf), daraus wurde aber nichts, geschuldet durch den doch sehr starken Verkehr. War aber auch nicht so dramtisch, der Start war ja erst gegen 09:20 Uhr am nächsten morgen angesetzt.

Mit den letzten Sonnenstrahlen hab ich mir dann schonmal die Wechselzone angeschaut um ein bisschen Wettkampffeeling zu bekommen. :-)

 

Nach einer sehr guten Erholungsphase (auch Schlaf genannt) klingelte der Wecker gegen 05:30 Uhr, reichlich Zeit um in Ruhe zu frühstücken, die Startunterlagen abzuholen und den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen. So war mein Plan, daraus wurde aber nichts. Gierig wie ich bin, hab ich mir dann erstmal beim Melone aufschneiden, den halben Finger abgeschnitten. UND das vor dem Wettkampf. Und die Wunde wollte nicht aufhören zu Bluten. Ans Schwimmen mit der Offenen und klaffenden Wunde war derzeit nicht zu denken. Da hätte ich doch glatt weg die Haie angelockt :-). Somit mussten die Profis ran, die Johanniter. Die netten Damen machten einen richtig guten Job und bauten einen Profiverband, der dem Schwimmen auch gerecht wird und gleichzeitig die Beweglichkeit nicht einschränkt.

 

Nachdem der Finger nun versorgt war, ging es die Startunterlagen abholen. Das gelang auch ohne Probleme. Noch schnell die Startnummern an Helm, Fahrrad und an Nummerband befestigt und rein in die sehr großzügig gertene Wechselzone. (Wer schonmal in Hamburg gestartet, hat einen direkten Vergleich). Als ich mit dem Aufbau der Wechselzone fertig war, hatte ich noch gut eine halbe Stunde bis es losging. Langsam wurde ich immer nervöser.

Das Schwimmen 500 Meter

Der Supergau tratt ein! Als Brillenträger und somit beim Schwimmen auf Kontaktlinsen angewiesen, ist die schützende Schwimmbrille absolut notwendig. 2 Minuten vor dem Start passierte es. Meine Zoggs Predator Flex riss am Nasensteg. „Geiles Ding“, hätte ich mir doch nur eine Ersatzbrille eingepackt. Somit musste ich nun die 500 m in Brustlage absolvieren und den Kopf immer weit aus dem Wasser strecken, damit auch ja keine Kontaktlinse verloren geht und ich beim Radeln und Laufen auch noch genug sehe. Nach gut 14 Minuten hab ich dann die ungeliebte erste Disiplin hinter mich gebracht. Ich kam unter den letzten 10 Prozent aus dem Wasser. Ich glaub meine Nichte, die ist 8 Jahre alt, kann schneller schwimmen :-) Der erste Wechsel war richtig gut für meine Verhältnisse, nach kürzester Zeit fand ich mich bereits auf der Radstrecke wieder.

Das Radfahren 21 Kilometer

Die Radstrecke galt es nun 3 mal zum umrunden. Gefahren wurde entlang des Maschseeufers. Nach der ersten Runde zeigt mein Garmin über 37 km/h im Schnitt an. Wahnsinn!!!, wiedereinmal total fasziniert was der marode Körper doch alles drauf hat. Ich kann es mir nur so erklären, dass ich von meiner mässigen Schwimmperformance und dem vor mir liegenden Teilnehmerfeldes dermassen angestachelt wurde. Achja und da war ja auch noch der Finger. Nach der 3 Runde und nach gut 21 Kilometern standen dann immerhin noch 36,5 km/h im Schnitt auf meinem Garmin. Mit der 49. schnellsten Radzeit war ich mehr als zufrieden. Während des zweiten Wechsels begann ich bereits zu rechnen. “ Werde ich meine Zielzeit von 1:25 Stunden schaffen?!“ „Keine Zeit, lauf Forrest lauf, wird schon reichen.“

Das Laufen 5 Kilometer

Hier ging es nun über 2 Runden a 2,5 Kilometer, wieder entlang am Maschsee. Der erste Kilometer ist eigentlich immer der Härteste. Hier muss ich gezwungenermaßen auf die Bremse drücken, sonst überziehe ich auch gerne mal, was sich nach hinten raus schnell rächt. Die erste Runde war schnell absolviert. Nun standen noch 2,5 Kilometer auf dem Plan. Ich konnte mich nochmal pushen und bin den letzten Kilometer in 4:35 Minuten gelaufen. Richtig schnell für meine Verhältnisse. Nach 1:22:24 Stunden hab ich dann gefinished. Überglücklich, meine Zielzeit hatte ich deutlich unterboten. Vielleicht wären sogar noch zwei Minuten drin gewesen. Aber egal ich hab es wiedermal geschafft.

Und danach?

Die Nachverpflegung in Hannover war richtig gut. Direkt nach dem Race gab es erstmal zwei Erdinger, eine Coke und ein fettes Eis. Später dann noch eine ordentliche Portion Nudeln. Am späten Nachmittag waren noch die Profis dran und sprinteten den/die Deutschen Meister/in aus. Echt krass anzusehen, wie die Jungs und Mädels beim Schwimmen und beim Laufen abgehen. Beim Radfahren sind die Pros ja nur unwesentlich schneller :-)

In den Herbst- und Wintermonaten werde ich nun an meiner Schwimmperformance arbeiten. Vielleicht mache ich sogar ein Kraulkurs. Mal gucken was dann so in der nächsten Saison geht.

Hannover ist übrigens gar nicht so hässlich. Seht selbst.

ICH bin motiviert. ICH bin TRIATHLET 2.0 :-)

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